Schlagwort-Archive: Pick It Up

Olya Morvan – Doha | Katar | Asien | Persischer Golf

Was kann Mensch leisten – und sei der eigene Beitrag auch noch so klein – um die Plastikmüllverschmutzung einzudämmen? Und wie kann man das Ganze in die Sprache der Fotografie übersetzen? Mit dem Projekt »Pick It Up«

Um die Idee zu realisieren, haben internationale Fotografen gebeten, sich vor ihrer Haustür an den Ufern der Meere und Flüsse umzuschauen, Plastikmüll ausfindig zu machen und daraus ein Bild zu kreieren. Und genau dashoffen wir, machen uns viele Menschen nach.

Das Motto lautet: Hinsehen, hingehen, aufsammeln, Foto machen, das Foto mit anderen teilen, Plastikmüll vernünftig entsorgen – eben »Pick It Up«. Mitgemacht hat auch:

Olya Morvan – Doha | Katar | Asien | Persischer Golf

Where did you take your photo?
At the Ghost Town beach, North from Doha, Qatar.

Why did you shoot in that way?
I spread the garbage on the traditional Qatari rag, because when families and friends go to the beach, it’s the first thing they do: they spread the rag and put lots of food and drinks to consume, and toys for children to play with. Later they take the rag back home leaving all the litter on the beach. The garbage literally comes from the rags. I put it where it came from.

How long did you collect the plastic waste?
It took me only 3 hours to collect it.

Did you learn anything out of the project?
Yes, that we pollute even more than I thought. It was also surprising to see the varieties of plastic waste we leave behind: it’s more than just plastic bags, which first come to mind.

Who are you?
I am a documentary/press photographer based in Doha, Qatar. My very first personal project was about pollution in Chennai, India.

 

* Das Prinzip ist einfach, der Name gleichzeitig eine Handlungsaufforderung: An Ufern, in Buchten, Flussmündungen oder an den schönsten Sandstränden wird Plastikmüll angeschwemmt und das weltweit. »Pick it Up« ruft dazu auf, hinzusehen, hinzugehen, aufzuheben, zu fotografieren, das Foto in den sozialen Netzwerken mit dem Hashtag #pickitup zu posten und anschließend den Plastikmüll vernünftig zu entsorgen.

** »Pick it Up« ist ein Projekt von fotogloria | büro für fotografische zusammenarbeit. Wir sind angetreten, um die Welt zu retten – nunja, wenigstens, um unseren Beitrag dazu zu leisten, dass unsere Kinder auch noch auf einem intakten Planeten leben können.

*** Haben Sie Fragen? Möchten Sie uns ein Foto schicken? Oder das Projekt finanziell oder ideell unterstützen? Melden Sie sich gerne per EMAIL.

Christoph Morlinghaus – Hamburg | Deutschland | Europa | Elbe

Plastik ist nicht biologisch abbaubar und verschwindet somit nie ganz.**

Wenn Mensch sich das klar macht, dann: Hinsehen, Plastik bei jeder Gelegenheit aufsammeln, mit einem Foto dokumentieren, damit andere Menschen zum handeln auffordern und jeden Plastikmüll vernünftig entsorgen.

Das Projekt »Pick It Up« will ein Bewusstsein dafür schaffen, dass jeder Mensch seinen Teil zum Umweltschutz beitragen kann. Auch mit dabei

Christoph Morlinghaus – Hamburg | Deutschland | Europa | Elbe

Wo hast Du fotografiert?
Fotografiert habe ich an der Elbe, am Falkensteiner Ufer, bei Blankenese, kurz vor Wedel.

Warum hast Du es so fotografiert?
Mein Bild wurde, ich mag es ja kaum zugeben, digital fotografiert. Als die Aufnahmen entstanden, schunkelte mein Umzugscontainer noch über den Atlantik, so daß meine Infrastruktur für analoges Fotografieren (Jobo Prozessor, Creo Scanner) nicht zur Verfügung stand. Da ich ausgesprochen ungerne andere Leute an meinem Arbeitsablauf beteilige, habe ich halt mit der Sony A7r und einem Shiftobjektiv fotografiert. Aus drei Aufnahmen wurde dann ein quadratisches Bild zusammengesetzt.

Wie lange hast Du den Müll für das Bild gesammelt?
Nach Plastikmüll an der Elbe muss man nicht lange suchen. Nach fünf Minuten entstand das erste Bild, nach zwei Stunden bin ich mit dem Bus zurück nach Hause gefahren.

Was ist Deine Erkenntnis aus dem Projekt?
Ich fand es faszinierend, wie sehr Plastikmüll sich in die Natur integriert hat und ein dadurch fester Bestandteil geworden ist. Ausgefranste Plastikplanen sind mit Erde bedeckt und Pflanzen wachsen aus ihnen hervor, Plastiktüten haben sich in Sträucher und Äste so feste verheddert, dass sie dort noch jahrelang hängen werden. Das ausgewählte Motiv zeigt eine Stück klare Plastikfolie, die unter einem bemoosten Felsen eingeklemmt ist. Sie muss ewig dort gelegen haben und integrierte sich, ganz natürlich und durchaus hübsch anzuschauen, in die Umgebung.

Wer bist Du?
Mein Name ist Christoph Morlinghaus und ich fotografiere alles, was sich nicht wegbewegen kann. Am liebsten mit der 8×10“ Grossbildkamera. Nach 17 Jahren im Ausland entdecke ich gerade mein Heimatland aufs Neue.

 

* Das Prinzip ist einfach, der Name gleichzeitig eine Handlungsaufforderung: An Ufern, in Buchten, Flussmündungen oder an den schönsten Sandstränden wird Plastikmüll angeschwemmt und das weltweit. »Pick it Up« ruft dazu auf, hinzusehen, hinzugehen, aufzuheben, zu fotografieren, das Foto in den sozialen Netzwerken mit dem Hashtag #pickitup zu posten und anschließend den Plastikmüll vernünftig zu entsorgen.

** Quelle: »Das Ozeanbuch – Über die Bedrohung der Meere« von Esther Gonstalla, erschienen  im Oekom-Verlag unter der ISBN-Nummer: 978-3-96006-012-3

*** »Pick it Up« ist ein Projekt von fotogloria | büro für fotografische zusammenarbeit. Wir sind angetreten, um die Welt zu retten – nunja, wenigstens, um unseren Beitrag dazu zu leisten, dass unsere Kinder auch noch auf einem intakten Planeten leben können.

**** Haben Sie Fragen? Möchten Sie uns ein Foto schicken? Oder das Projekt finanziell oder ideell unterstützen? Melden Sie sich gerne per EMAIL.

 

Kristian Gehradte – Melbourne | Victoria | Australien | Bass-Straße

Durch die Sonneneinstrahlung, den Salzgehalt des Wassers und die ständige Bewegung zerfällt der Kunststoff in den Meeren unterschiedlich schnell: Es kann zwischen einem umd etwa 600 Jahre dauern, bis sich beispielweise Plastiktüten oder Angelschnüre in sandkorngroße Teile zersetzt haben.**

Dann allerdings sinken ebenjene zum Meeresboden zu dem anderen Müll oder dienen den Meeresbewohnern als Nahrung. Beides keine Option. In diesem Sinne: Hinsehen, hingehen, aufsammeln, Foto machen, entsorgen – jeder kann etwas gegen den Plastikmüll in den Meeren tun.

Und genau dazu will das Projekt »Pick It Up« aufrufen. Fotografiert hat auch:

Kristian Gehradte – Melbourne | Victoria | Australien | Bass-Straße

Where did you take your photo?
Kristian Gehradte: I came across the scene at Westgate Park in Melbourne just near the Westgate bridge which is quite an important part of Melbourne history.

Why did you shoot in that way?
I wanted to shoot some dusk/nighttime images of the area as I thought it could be quite interesting with the mixed lighting sources etc. possible movement of cars on the roads and bridge if visible

How long did you search for the motif?
I spent around 2 hours down at this site walking around trying to find photographic opportunities

Did you learn anything out of the project?
Fortunately for our city when I first heard about this project I thought it would be easy to find rubbish in and around our city or natural areas. This was not the case as I looked for two days along our coastlines and couldn’t find any rubbish so thats when I went to this more industrial type of site thinking there would be more rubbish.

Who are you?
I am a Melbourne based Commercial/Advertising photographer who is always aiming to push visual boundaries. I have been shooting professionally for over 15 years now and have shot for some of the worlds largest brands.

 

* Das Prinzip ist einfach, der Name gleichzeitig eine Handlungsaufforderung: An Ufern, in Buchten, Flussmündungen oder an den schönsten Sandstränden wird Plastikmüll angeschwemmt und das weltweit. »Pick it Up« ruft dazu auf, hinzusehen, hinzugehen, aufzuheben, zu fotografieren, das Foto in den sozialen Netzwerken mit dem Hashtag #pickitup zu posten und anschließend den Plastikmüll vernünftig zu entsorgen.

** Quelle: »Das Ozeanbuch – Über die Bedrohung der Meere« von Esther Gonstalla, erschienen  im Oekom-Verlag unter der ISBN-Nummer: 978-3-96006-012-3

*** »Pick it Up« ist ein Projekt von fotogloria | büro für fotografische zusammenarbeit. Wir sind angetreten, um die Welt zu retten – nunja, wenigstens, um unseren Beitrag dazu zu leisten, dass unsere Kinder auch noch auf einem intakten Planeten leben können.

**** Haben Sie Fragen? Möchten Sie uns ein Foto schicken? Oder das Projekt finanziell oder ideell unterstützen? Melden Sie sich gerne per EMAIL.

Nicoló Minerbi – Noto | Italien | Europa | Mittelmeer

450 Jahre zerfällt eine PET-Flasche im Ozean in immer kleinere Stücke, bis man sie mit dem bloßen Auge nicht mehr sehen kann – bis sie also zu Mikroplastik geworden ist und dann in die Nahrungsketten von Tier und Mensch gelangt. Mikroplastik enthält eine hohe Konzentration an Giftstoffen wie Polychlorierten Biphenylen (PCB).**

Um die Verschmutzung der Weltmeere mit Plastikmüll – und damit die Gefährdung der eigenen Gesundheit – zumindest ein wenig zu lindern, kann jeder seinen Teil beitragen: Das eigene Konsumverhalten kritisch hinterfragen und Plastikmüll an den Ufern aufsammeln und vernünftig entsorgen.

Das Projekt »Pick It Up« ist ein Aufruf, genau das zu tun. Wir haben Fotografen weltweit gebeten, ein Bild vom Plastikmüll vor ihrer Haustür zu machen. Unter anderen:

Nicoló Minerbi – Noto | Italien | Europa | Mittelmeer

Why did you shoot in that way?
I love the simplicity, though the strength, of the composition, it looks like the fork has just been left, after a lunch on the beach.
It reminds me how a simple habit, a forgetfulness, could last way longer than the vacation we enjoyed by the sea.

How long did you search for the plastic waste?
Longer than what i expected, beaches are cleaner than the last year. As a matter of fact this area of the island is taking better care of itself than the rest of the region. Awareness of the locals and a quality tourism can make the difference.

Did you learn anything out of the project?
Too much plastic anyway
Take the sea, for instance. Take this fork.
A tourist left it? Or it might have fallen from a ferry?
It’s one world.
And it’s round. No corners to hide stuff behind.
That’s the thing.

Who are you?
A person who strongly believes beauty always makes the difference.
Trash covers and ruin every beauty.
Take the face of the person you love the most.
Cover it with dirty stuff. You don’t want to kiss that face anymore, right?

 

* Das Prinzip ist einfach, der Name gleichzeitig eine Handlungsaufforderung: An Ufern, in Buchten, Flussmündungen oder an den schönsten Sandstränden wird Plastikmüll angeschwemmt und das weltweit. »Pick it Up« ruft dazu auf, hinzusehen, hinzugehen, aufzuheben, zu fotografieren, das Foto in den sozialen Netzwerken mit dem Hashtag #pickitup zu posten und anschließend den Plastikmüll vernünftig zu entsorgen.

** Quelle: »Das Ozeanbuch – Über die Bedrohung der Meere« von Esther Gonstalla, erschienen  im Oekom-Verlag unter der ISBN-Nummer: 978-3-96006-012-3

*** »Pick it Up« ist ein Projekt von fotogloria | büro für fotografische zusammenarbeit. Wir sind angetreten, um die Welt zu retten – nunja, wenigstens, um unseren Beitrag dazu zu leisten, dass unsere Kinder auch noch auf einem intakten Planeten leben können.

**** Haben Sie Fragen? Möchten Sie uns ein Foto schicken? Oder das Projekt finanziell oder ideell unterstützen? Melden Sie sich gerne per EMAIL.

Marco Simola – Lima | Peru | Südamerika | Südpazifik

322 Millionen Tonnen Plastik wurden 2015 weltweit produziert, Tendenz steigend. Und der Müllberg wächst täglich: Ein Großteil des seit 1950 produzierten Plastiks ist fast in Originalform auf Müllkippen, in Flüssen oder in den Weltmeeren zu finden**

Für das Projekt »Pick It Up« bitten wir Fotografen rund um die Welt, ein Bild vor ihrer Haustür zu machen – von dem Plastikmüll. Um zu zeigen, dass das Problem Plastikmüllverschmutzung international ist und uns alle angeht. An den Strand gegangen ist auch:

Marco Simola – Lima | Peru | Südamerika | Südpazifik

Where did you take your photo?
The pictures were taken in one of the Costa Verde Beaches in Lima, Peru
Why did you shoot in that way?

It was a nice sunny day and the colour of the water and the sky were really amazing. So I thought that was the best way to show the contrast between the plastic and the nature.

Did you learn anything out of the project?
That the world is full of abandoned plastic in any corner. And it is necessary that we’ll do something real to stop its prolification.

When I lived in Europe I collected plastic, paper, glass, aluminium and organic waste. Unfortunately here in Lima it makes no sense to collect any kind of rubbish because it does not exist any plan about recycling. So once you collect, there’s no place where to leave it.

Who are you?
My name is Marco Simola. I’m a professional itaian photographer based in Lima, Peru. since 2007

 

* Das Prinzip ist einfach, der Name gleichzeitig eine Handlungsaufforderung: An Ufern, in Buchten, Flussmündungen oder an den schönsten Sandstränden wird Plastikmüll angeschwemmt und das weltweit. »Pick it Up« ruft dazu auf, hinzusehen, hinzugehen, aufzuheben, zu fotografieren, das Foto in den sozialen Netzwerken mit dem Hashtag #pickitup zu posten und anschließend den Plastikmüll vernünftig zu entsorgen.

** Quelle: »Das Ozeanbuch – Über die Bedrohung der Meere« von Esther Gonstalla, erschienen  im Oekom-Verlag unter der ISBN-Nummer: 978-3-96006-012-3

*** »Pick it Up« ist ein Projekt von fotogloria | büro für fotografische zusammenarbeit. Wir sind angetreten, um die Welt zu retten – nunja, wenigstens, um unseren Beitrag dazu zu leisten, dass unsere Kinder auch noch auf einem intakten Planeten leben können.

**** Haben Sie Fragen? Möchten Sie uns ein Foto schicken? Oder das Projekt finanziell oder ideell unterstützen? Melden Sie sich gerne per EMAIL.

Philippe Roy – Ningbo | China | Asien | Ostchinesisches Meer

Die Meere der Welt sind  das größte Ökosystem der Erde, aber Überfischung, Verklappung, Unfälle auf Ölplattformen oder Plastikmüllstrudel stören das empfindliche Gleichgewicht immer mehr. Darum ist es Zeit zu handeln. Für jeden von uns.

»Pick It Up« ist ein Aufruf zum Handeln, denn jeder kann Müll an den Ufern der Meere aufsammeln (ein Foto davon machen und ebenjenes weiterverbreiten) und vernünftig entsorgen. Und das auf der ganzen Welt, im Alltag oder im Urlaub. Sammeln war auch:

Philippe Roy – Ningbo | China | Asien | Ostchinesisches Meer

Where did you take your photo?
I took it at the sea port of Ningbo. It’s a 2nd tier city about 4 hours away from Shanghai.

Why did you shoot in that way?
I was on assignment for ELLE Deco. We’ve been doing a lot of travel stories for them lately, and we were at the port because Nantong is well known for its sea food.

How long did you search for the motif?
We were waiting for a boat to come into port so we could capture the fishermen unloading their catch. So while we waited I walked around the area. A lot of the fishermen have temporary houses right at the port, where they can sleep, play cards or drink tea while they wait for their next shift. But like many rural areas in China they have a habit of throwing things out the window instead of collecting, recycling and/or reusing. Though I was completely disgusted at how fishermen treat their own environment… essentially killing what makes them live, in the most ironic ways, I was also fascinated by how much of an insight this archeological pile of trash was. Playing cards, alcohol bottles, boots, gloves… all just thrown out the window, just meters away from where they live.

Did you learn anything out of the project?
To be honest, I’m unclear what to say… except for building public awareness to how fucked up we are as a species…

Who are you?
I’m a Canadian photographer from Montreal. I have lived in London, Delhi, Sao Paulo and now in Shanghai, where I have been since 2003. I shoot mainly commercial assignments with either a lifestyle or industrial focus.

 

*Das Prinzip ist einfach, der Name gleichzeitig eine Handlungsaufforderung: An Ufern, in Buchten, Flussmündungen oder an den schönsten Sandstränden wird Plastikmüll angeschwemmt und das weltweit. »Pick it Up« ruft dazu auf, hinzusehen, hinzugehen, aufzuheben, zu fotografieren, das Foto in den sozialen Netzwerken mit dem Hashtag #pickitup zu posten und anschließend den Plastikmüll vernünftig zu entsorgen.

**»Pick it Up« ist ein Projekt von fotogloria | büro für fotografische zusammenarbeit. Wir sind angetreten, um die Welt zu retten – nunja, wenigstens, um unseren Beitrag dazu zu leisten, dass unsere Kinder auch noch auf einem intakten Planeten leben können.

***Haben Sie Fragen? Möchten Sie uns ein Foto schicken? Oder das Projekt finanziell oder ideell unterstützen? Melden Sie sich gerne per EMAIL.

 

Andrea Artz – Hastings | Großbritannien | Europa | Straße von Dover

Der sichtbar oben auf der Wasseroberfläche schwimmende Müll ist mit der »Spitze des Eisbergs« zu vergleichen. Etwa dreißig Meter zieht sich in einem »Müllstrudel« die Brühe aus kleinsten und große Plastikteilen in die Tiefe.**

Für »Pick It Up« haben wir internationale Fotografen gebeten, ein Foto von dem Plastikmüll vor ihrer Haustür zu machen:

Andrea Artz – Hastings | Großbritannien | Europa | Straße von Dover

Wo hast Du fotografiert?
Das Foto wurde in Hastings, East Sussex im Südosten von England gemacht. Der Blick zeigt den größten auf Land gelegenen Fischereihafen Englands (The Stade) wo seit über 1.000 Jahren gefischt wird. Heutzutage haben die Fischer große Probleme zu überleben – unter anderem auch wegen unsinniger EU Gesetze, weswegen viele für UKIP gestimmt hatten.

Warum hast Du es so fotografiert?
Es gab nur einen Tag an dem ich die Aufnahmen in Hastings machen konnte und dafür war es wichtig, die Gezeiten zu wissen. Ich wollte den Müll zeigen, aber dahinter auch den Strand mit den alten Fischerbooten, um dadurch einen Zusammenhang schaffen  Der Zeitpunkt der Ebbe und des besten Lichtes fielen auf den Morgen. Der Blickwinkel ist tief um die Plastikflaschen monumentaler erscheinen zu lassen. Das Licht ist vorhandenes direktes Sonnenlicht, eine geringen ISO Zahl und ein leichter Weitwinkel. Mir gefielen die unterschiedlichen Stadien der Flaschen, einige angeschwemmte die ewig im Wasser lagen und andere einfach am Strand abgestellt und wie neu.

Wie lange hast Du den Müll für das Bild gesammelt?
Eine Stunde. Ich bin mit dem Fahrrad die Strandpromenade entlang gefahren und konnte nur wenig Müll entdecken. Auf dem Bild sieht man alles was ich gefunden habe. Ich nehme an es gab gerade vorher einen großen Frühlingsputz. Normalerweise kann man mehr Plastikmüll finden, der von den Standparties liegen gelassen wurde.

Was ist Deine Erkenntnis aus dem Projekt?
An diesem speziellen Tag gab es nicht viel Müll, der war gerade aufgesammelt oder weggeschwemmt worden. Der Strand in Hastings hat gute Wasserqualität und man gibt sich Mühe ihn sauber zuhalten. Es kommt also immer individuell auf die Menschen an die hier leben und wie wichtig Umweltschutz für diese ist. Hier gibt es aufjedenfall Engagement.

Wer bist Du?
Andrea Artz ist gebürtige Deutsche und lebt seit 2010 in London. Von Ihrem Londoner Studio in Peckham fotografiert Sie Portraits, Reisegeschichten und Reportagen für editorial und corporate Kunden, darunter ADAC, Siemens, Deutsche Bank, Bystronic, Bombardier, Zeit, Spiegel, Cicero, Lufthansa Exklusiv, British Airways, The New Yorker, Fortune und Time Magazin etc… Die Wochenenden verbringt Sie in Hastings am Meer.

 

* Das Prinzip ist einfach, der Name gleichzeitig eine Handlungsaufforderung: An Ufern, in Buchten, Flussmündungen oder an den schönsten Sandstränden wird Plastikmüll angeschwemmt und das weltweit. »Pick it Up« ruft dazu auf, hinzusehen, hinzugehen, aufzuheben, zu fotografieren, das Foto in den sozialen Netzwerken mit dem Hashtag #pickitup zu posten und anschließend den Plastikmüll vernünftig zu entsorgen.

** Quelle: »Das Ozeanbuch – Über die Bedrohung der Meere« von Esther Gonstalla, erschienen  im Oekom-Verlag unter der ISBN-Nummer: 978-3-96006-012-3

*** »Pick it Up« ist ein Projekt von fotogloria | büro für fotografische zusammenarbeit. Wir sind angetreten, um die Welt zu retten – nunja, wenigstens, um unseren Beitrag dazu zu leisten, dass unsere Kinder auch noch auf einem intakten Planeten leben können.

**** Haben Sie Fragen? Möchten Sie uns ein Foto schicken? Oder das Projekt finanziell oder ideell unterstützen? Melden Sie sich gerne per EMAIL.